Ein Reisebericht:
Schon lange wollte ich einen Austausch in ein anderes Land machen. Die von der EU geförderte Erasmus+ Begegnung Baud/Stuttgart bot die perfekte Möglichkeit eine andere Kultur nicht nur im Buch zu sehen, sondern auch mit allen Sinnen zu erleben.
Die Fahrt
Die andere Kultur bemerkte man schon in Paris, als wir aus dem Zug stiegen: andere Sprache, andere Gerüche. Nachdem wir ausgestiegen waren, mussten wir den Bahnhof wechseln. Nämlich vom Gare de l´Est zum Gare Montparnasse. Wir hatten zwei Stunden Umsteigezeit. Also hatten wir noch Zeit, um uns noch etwas umzuschauen. Dabei merkte man, das alles viel teurer ist in Frankreich z. B. Essen. Dann mussten wir zum Gleis. Große Bahnhöfe sind viel besser organisiert als in Deutschland. Durch Gates wie am Flughafen wird geschaut, dass bis zwei Minuten vor Abfahrt keiner mehr aufs Gleis kommt. Das verhindert, dass der Zug verzögert abfährt. Außerdem kann nur in den Zügen mitfahren, wer eine feste Reservierung hat. Nach drei Stunden Zugfahrt kamen wir in Lorient an. Von dort mussten wir ca. eine halbe Stunde bis nach Caudan fahren. Dort stiegen die ersten aus und wurden von ihren Gastfamilien in Empfang genommen. Die meisten aber fuhren nach Baud. Dort wurden auch alle begrüßt.
Mein Wochenende
Dieser Teil ist aus meiner Perspektive geschrieben.
Nachdem ich Freitagabend bei meiner Familie angekommen war, packte ich erst einmal meine Sachen aus. Als die Familie komplett war (Eltern, zwei Kinder), gab es einen Aperitif (kleiner Snack vor dem Abendessen). Dort sprachen wir alle das erste Mal richtig miteinander. Der Aperitif bestand aus Chips und scharfer Wurst. Danach sahen wir noch fern (besser gesagt Werbung).
Samstagmorgens frühstückten wir noch gemütlich. Dann fuhren wir nach Vannes und besichtigten die Altstadt. Nach dem Mittagessen in Vannes fuhren wir zur Großmutter meines Austauschpartners.
Am Sonntag besuchten wir Carnac, eine Stadt, die bekannt ist für Hinkelsteine. Diese stehen dort in beeindruckenden kilometerlangen Reihen. Dann aßen wir noch ein Eis in einer Eisdiele, die den Rekord für die meisten Eissorten hält.
Programm unter der Woche
Am Montag besuchten den Hafen von Lorient. Dort besichtigten wir die ehemalig deutschen U-Boot Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Das sind riesige Hallen aus dickem Beton mit mehreren Schichten. In diesen Hallen hatten bis zu dreißig U-Boote Platz. Danach waren wir in einem Restaurant auf dem Dach eines Hochhauses. Das Essen und alles andere bis auf die Zugfahrt hat die EU bezahlt. Als alle fertig waren, schauten wir uns noch eine Ausstellung über U-Boote an. Anschließend fuhren wir zurück nach Baud bzw. Caudan.
Dienstags machten wir ein Stadtspiel mit unseren französischen Austauschpartnern an der Küste in Lorient. Nach einem kleinen Picknick machten wir eine interessante Wattwanderung, um die Vielfalt des Watts kennenzulernen und zu fotografieren.
Am Mittwoch hatten wir Programm in der Schule unserer Austauschpartner zum Thema Umwelt, wo wir aus den Fotos Zeichnungen herstellten. Eine Künstlerin zeigte uns die Technik und am Ende entstanden Zeichnungen, die zu einer gemeinsamen Collage zusammengestellt wurde. Zu Mittag gab es dann selbst gemachte Crêpes und Gallettes.
Am Donnerstag mussten wir früh aufstehen und fuhren den Weg nach Stuttgart zurück.
Fazit:
Alles hat sehr viel Spaß gemacht und ich möchte gerne wieder auf Austausch gehen. (Severin Beggel, 10c)